
Dieser Artikel verrät wichtige Handlungselemente aus dem Anime oder Manga. Wenn du das Werk nicht kennst, kann das Lesen dieses Artikels dir die Freude am Werk nehmen.
Dieser Artikel erzählt die Handlung des Films Der Junge und der Reiher ausführlich, welche von der Handlung des Jugendromans How Do You Live? unterscheidet. Für eine Zusammenfassung der Handlung findet ihr unter Der Junge und der Reiher/Zusammenfassung.
Die Abschnitte entsprechen den Filmkapiteln. Es gibt keine offiziellen Überschriften der Filmkapiteln.
Filmkapitel[]
| Nr | Zeit | Filmkapitel |
|---|---|---|
| 1 | 0 | Krankenhausbrand |
| 2 | 10:15 | Absperrung des Gartenturms |
| 3 | 20:10 | Prügelei mit Erntehelfer |
| 4 | 31:40 | Pfeil und Bogen |
| 5 | 41:00 | Feder Nummer Sieben |
| 6 | 50:09 | Hungrige Geister |
| 7 | 1:00:00 | Gefressene Warawaras |
| 8 | 1:09:33 | Offenbarung eines Pelikans |
| 9 | 1:19:12 | Wiedersehen mit Himi |
| 10 | 1:30:02 | Zurückgewiesen |
| 11 | 1:39:53 | Handel mit dem Sittichenkönig |
| 12 | 1:49:25 | Liebe geht durch Raum und Zeit |
| 13 | 1:59:19 | Abspann |
Krankenhausbrand[]
Tokio im Jahr 1942. Sirenen und Glocken durchbrechen die Stille der Nacht. Im Lärm der Sirenen treten die Menschen umsichtig auf die Straßen. Vom Lärm wacht der zwölfjährige Mahito auf und er folgt seinem Vater Shoichi Maki einen Stockwerk nach oben. Aus dem Fenster erblicken sie das Krankenhaus in Flammen. Mahito bleibt eine kurze Weile stehen, bevor er das Fenster schließt. Er galoppiert die Treppe hinunter zur Haustür. Trotz der Aufforderung seines Vaters, daheim zu bleiben, rennt Mahito hinaus., rennt jedoch wieder zurück, um sich hastig umzuziehen. Peitschend drängt er sich durch Menschenmengen. Die Hitze und der Qualm schlagen gegen seinem Gesicht. Das Gebrüll der Feuerwehrmänner vermischt sich zu einem dumpfen Grölen.
Am nächsten Tag versammeln sich die Menschen am Straßenrand, während die Panzer an ihnen vorbeischleppen. In Gedanken resümiert Mahito, was in der Nacht geschehen war: Im dritten Jahr des Zweiten Weltkriegs kam seine Mutter Hisako Maki im Flammen des Krankenhauses um.
Im darauffolgenden Jahr zieht seine Familie auf das ländliche Gebiet Saginuma: Als Mahito und sein Vater angekommen sind, nähert sich ihnen eine Rikscha. Aus der steigt eine Frau aus, die Hisako sehr ähnlich aussieht. Sie stellt sich verbeugend mit Namen vor: Natsuko. Sie entschuldigt sich für die Verspätung, da das Rikscha eine Reifenpanne hatte. Auch Mahito verbeugt sich zum Gruß. Die Frau erinnert sich an Mahito, als er noch ein Baby gewesen war.
Natsuko nimmt das Gepäck, während der Vater in das Auto zur Flugzeugfabrik einsteigt. Mahito und Natsuko fahren in der Rikscha zu ihrem neuen Zuhause. Auf der Fahrt offenbart sie, dass sie mit seinem Vater verheiratet ist, was Mahito bereits weiß. Dann greift sie nach seiner Hand und sie legt sie auf ihrem Bauch, um zu zeigen, dass sie schwanger ist. Das Rikscha hält an, um die vorbeiziehende Offiziere zu begrüßen.
Daheim angekommen gibt Natsuko dem Rikschafahrer Trinkgeld mit der Bitte, das Gepäck reinzutragen. Schweigend nickt der Fahrer. Über dem Haupteingang thront der Graureiher. Natsuko zeigt ihrem Sohn Mahito die Flugzeugfabrik, bevor sie weiter die Treppe zum Haus hinaufsteigen. Im Haus angekommen, düst der Graureiher Mahito entgegen, bevor er im nächstliegenden Teich landet.
Die große Freude über Konservendosen. Damals eine Neuheit.
Sie setzen ihren Weg fort und sie nähern sich ihrem Gepäck, welches von Makis Bediensteten umkreist wurde. Verbeugend stellt Mahito sich vor. Natsuko öffnet einen Koffer in einem anderen Zimmer. Sie reicht dem grinsenden Bedientesten Konservendosen. Als Natsuko und Mahito das Zimmer verlassen; merken die Bedientesten an, dass der Junge seinem Mutter ähnelt.
Absperrung des Gartenturms[]
Natsuko zeigt ihm sein Zimmer und sie verlässt ihn auch gleich, um Tee zu kochen. Mahito legt sich aufs Bett. Im Traum verabschiedet sich seine leibliche Mutter von ihm, während sie von Flammen umgeben ist. Unter Tränen wacht er auf. Mahito geht hinaus zum Teich und er ignoriert Natsukos Rufe. Der Graureiher fliegt zum Gartenturm, wo er kopfüber durch ein Fenster zwängt. Mahito folgt die Federspur. Als er durch einen schlammbedeckten Durchgang drückt, hält er inne und er kehrt zurück, da zwei Bedienteste ihn entdeckt haben. Mit ihnen kehrt er zum Haus zurück, nachdem sie ihm keine genaue Auskunft über den Gartenturm geben wollen. Er merkt an, dass die Feder verschwunden sind.
Am Abendtisch erzählt Natsuko, dass der Gartenturm vom Onkel ihrer Mutter errichtet wurde. Der Großonkel war sehr gebildet, doch sein Verstand lässt mit der Zeit nach. Vor ihrer Geburt verschwand der Großonkel urplötzlich. Später wurde sein Haus überflutet, wodurch der Gartenturm freigelegt wurde. Aus Angst vor einem möglichen Einsturz lässt ihr Großvater den Zutritt zum Turm mit Schlamm und Geröll verschütten. Abschliessend rät sie ihm den Turm nicht mehr zu nähern.
In der Nacht setzt sich Mahito vor seinem Zimmertür, um auf die Heimkehr seines Vaters zu warten. Doch als dieser daheim ist, küsst er seine Frau Natsuko. Mahito schleicht sich rückwärts ins Zimmer.
Prügelei mit Erntehelfer[]
Am Frühstückstisch erzählt der Vater, dass die japanische Marine Saipan ein Jahr halten will. Darauf bekundet seine Frau beiläufig ihre Trauer über die Opfer. Der Vater will seinen Sohn mit dem neuen Auto der Marke Datsun zur Schule fahren, um Eindruck zu schindern. So fährt der Vater ihn zur Schule und er hält vor einer Gruppe aus freiwillige Erntehelfer an.
In der Klasse stellt der Lehrer Mahito vor und er weist ihm einen Sitzplatz zu. Als Mahito zu seinem Platz geht, schauen seine Schulkameraden mit verzogener Miene ihn an. Auf dem Heimweg stellt ihm ein Erntehelfer entgegen. Das beidseitige Wortwechsel mündet in einer Prügelei. Später in Abwesenheit anderer schlägt sich Mahito mit einem Stein gegen seine rechte Schläfe, die Stelle befindet sich zwischen Auge und Ohr. Vor Schmerzen krümmt er sich zum Boden. Doch er erhebt sich schnell wieder.
Daheim eilen die Bedientesten zu der Mutter, die Mahitos Wunde versorgt. Schweigend hält jede Bedienteste Utensilien und Mittel bereit. In holprige Autofahrt eilt der Vater nach Hause. Am Ruhebett fordert er seinem Sohn auf, ihm alles zu offenbaren; jedoch vergeblich. Shoichi versichert, dass er mit jedem aufnehmen wird und er verlässt das zimmer, um zur Schule zu fahren. In Abwesenheit der Mutter, streckt der Graureiher seinen Kopf durchs Fenster mit den Worten „Mahito hilf mir“. Als der Graureiher davonfliegt, versucht Mahito schmerzbehaftet das Fenster zu schließen.
Am Abend vernäht ein Arzt die Wunde. Am Morgen vernimmt Mahito Geräusche über dem Dach, welches durch den Graureiher verursacht wurde. Nachdem er eine kleine Wasserkanne ausgetrunken hat, zieht er sich um und er bewaffnet sich mit einem Holzschwert. Am Teich wartend fliegt ihm der Graureiher entgegen. Im Sturzflug zerbricht dieser den Holzschwert. Nun fletscht der Graureiher seine Zähne: Er will Mahito zu seine leibliche Mutter führen. Ein sturm zieht auf. Auf Mahitos Unglauben erwidert der Vogel, dass Mahito nie die Leiche seiner Mutter gesehen hat. Im Chor fordern die Fische auf: „Komm bitte mit“. Die Kröten klettern Mahito hinauf mit den Worten „Komm mit!“.
Natsuko vertreibt die Tiere.
Mit einem Pfeilschuss konnte Natsuko die Tiere vertreiben. Daraufhin fällt Mahito in Ohnmacht. Er träumt wie er aus der Tiefe des Meeres zur Oberfläche schwebt. Als er aufwacht, betritt der Vater das Zimmer mit dem Versprechen, den Übeltäter zu schnappen. Doch der Sohn versichert, dass er nur hingefallen ist. Der Vater erzählt, dass er der Schule 100 Yen gespendet hat und er bittet Mahito der Mutter keine weitere Sorgen zu bereiten.
Später gegen die Bitte eines Bedientesten verlässt Mahito sein Zimmer. Als er nach seinem Holzschwert greift, zerfällt dieser. Die Bedienteste fegt es auf. Der Graureiher flattert am Fenster vorbei.
Pfeil und Bogen[]
Vom Bahnhof werden Cockpitfenster auf Pferdekarren zum Haus der Familie gebracht, um dort gelagert zu werden. Der Vater bewacht den Transport. Als Mahito sich zu ihm gesellt, bittet Shoichi ihn darum Natsuko zu besuchen. Mahito isst mit den Bedientesten zusammen. Ein Bedientester zieht die Aufmerksamkeit auf sich, als er Staudenknöterich raucht. Als Mahito sein Mahl beendet, folgt ihm eine Bedienteste. Sie bittet ihm Natsuko zu besuchen. Durch eine Erläuterung legt sie ihre Intention nahe: Durch die Schwangerschaft macht Natsuko eine schmerzhafte Zeit durch. Mahitos leibliche Mutter erging es damals bei ihrer Schwangerschaft auch so schlecht.
Mahito nimmt ihre Bitte an und er besucht Natsuko. Als er an der Tür klopft, öffnet eine Bedienteste und sie führt ihn zum Ruhebett. Dort streckt Natsuko nach ihm aus, zieht ihre Hand in Tränen wieder zurück. Denn sie wirft sich vor, nicht genügend auf Mahito aufgepasst zu haben und sie so ihre ältere Schwester Hisako enttäuscht hat. Mahito wünscht ihr Besserung. Beim Verlassen des Zimmers lässt er den Hikari-Tabak mitgehen. Am Fenster tritt der Graureiher hervor. Aus dem Schnabel tritt ein Menschengesicht mit einer großen Nase hervor. Mahito zuckt sein Messer hervor, doch der Vogel ist wieder verschwunden.
Aus der Ferne beobachtet Kiriko, wie ein Mann Mahito das Schleifen eines Messers beibringt und wie er dabei raucht. Mit dem neuen Messer schnitzt Mahito einen Bogen aus Bambus. Als er an seinem Pfeil arbeitet, spricht Kiriko ihn an. Sie will ihm behilflich sein, indem sie für ihn einen besseren Bogen und Pfeil besorgt. Mahito versteht ihre Intention. Enttäuscht offenbart er, dass er die restlichen Zigaretten bereits vergeben hat.
Mahito arbeitet an seinem Pfeil.
Am Teich entdeckt er Feder des Graureihers. Auf dem Weg zu seinem Zimmer nimmt er den Klebereis vom Tisch mit. In seinem Zimmer beobachtet er aus seinem Fenster, wie Natsuko in den Wald geht. Er denkt sich nicht viel dabei, da er mit dem Fertigen seines Pfeils beschäftigt ist. Dabei stößt er einen Bücherstapel um. Beim Aufheben entdeckt er die Handschrift seiner leiblichen Mutter in dem Buch How Do You Live?: „Für Mahito, wenn er groß ist - Herbst 1937.“ Dies weckte seine Neugier, was ihn veranslasst das Buch zu lesen. Dabei konnte er seine Tränen nicht unterdrücken.
Feder Nummer Sieben[]
Die Stille wird durch die Rufe der Bedientesten unterbrochen. Mahito erfährt, dass Natsuko nicht mehr zurückgekehrt ist. Er schnappt sich sein Messer, Pfeil und Bogen und er hilft bei der Suche. Er merkt an, dass er nirgends den Graureiher sieht, was ihm merkwürdig erscheint. Mit Kiriko geht er zum Gartenturm, da Natsuko in diese Richtung gegangen ist. Kiriko will ihm zu Rückzug auffordern. Doch Mahito entdeckt Sandalenspuren, wodurch er seinen Weg unbeirrt fortsetzen wird.
Durch ein Dickicht gelangt er zu einem Tunnel, welches bei seinem Ankunft erhellt wird. In den Tunnel hinein ruft er, dass der Graureiher Natsuko freilassen soll. Dieser erwidert, dass er doch eintreten kann. Kiriko ist verwirrt, da sie keine Stimmen hört. Da Mahito hingegen sie hören kann; vermutet sie, dass die Stimmen nur für Blutsverwandete bestimmt ist. Sie fragt ihn, ob er wirklich Natsuko retten will, da er ohne sie froh wäre. Darauf erwidert er, dass er seine Mutter sehen will; auch wenn es eine Falle des Vogels wäre.
Mit angeschlagenem Bogen betritt er den Tunnel, während Kiriko sich an seinem Hemd klammert. Die Wände sind mit Büchern bedeckt. Als er tief in den Tunnel eingedrungen ist, schließt sich das Tor. Aus einem Gemälde drückt sich der Graureiher hervor. Die Eindringlinge folgen ihm in einem Saal mit vielen Zugängen.
Auf einem Sofa liegt seine Mutter. Er nähert sich ihr. Seine Augen werden glasrig. Unter Tränen ruft er nach ihr. Als er sie berührt, wird sie flüssig und verdampft sogleich. Der Vogel tröstet ihn, dass er ihm eine neue bauen kann. Mit gerunzelter Stirn zieht Mahito seinen Bogen. Der Vogel rät ihm, genau zu zielen; da er nur einen Pfeil hat. Mahito schießt und er verfehlt sein Ziel. Doch der Pfeil kehrt um und er steuert auf den Graureiher zu. Letztere versucht zu entkommen, doch der Pfeil verfolgt ihm und er trifft seinem Schnabel. Nun erkennt der Graureiher, dass der Pfeil mit seiner „Feder Nummer Sieben“ verarbeitet wurde.
Kiriko krümmt sich vor Lachen, da der Graureiher den Pfeil nicht mehr aus seinem Schnabel herausziehen kann. Mahito zieht den Pfeil raus. Der Graureiher versucht dann wegzufliegen, aber vergeblich. Mahito richtet seinen Pfeil erneut auf ihn mit der Aufforderung Natsuko freizulassen. Eine Rose fällt hinab und sie verdampft beim Aufprall. Der Großonkel schaut hinab und er weist den törichten Vogel zurecht, dass er Mahito bei der Suche nach Natsuko helfen wird. Dann versinken die drei im Boden.
Hungrige Geister[]
Mahito erblickt unter sich ein Strand, worauf er zusteuert. Als er sich sanft auf dem Boden festen Halt gewinnt, durchspült ihn eine Meereswelle. In der Ferne erblickt er Segelboote und -schiffe (der hungrigen Geister). Er geht ins Landesinnere, wo er einen See erblickt. Darin liegt eine Insel mit hochgewachsenen Bäumen; umgeben von einer Steinmauer. Zwischen der Mauer und den Bäumen stehen Megalith-Bauwerke. Er durschreitet das hohe Gras zum goldenen Tor, während die Pelikane ihn beobachten.
Vor dem Tor liest er den Text laut vor: „Die, die mich erforschen, sind des Todes.“ Schnatternd folgen ihm die Pelikane. Mahito blickt durch das Tor. In einer Megalith-Bauwrek sieht er ein großflächiges Schimmern. Von seiner Beobachtung eingenommen, stürmen die Pelikane los und sie drücken ihn gegen das Tor auf der Suche nach Futter. Sie drängen ihn, weiterzugehen.
Eine Passantin, die wie Kiriko gekleidet ist, bemerkt das Geschnatter: Das Tor zum Grab wurde geöffnet. Sie eilt zur Insel mit ausgefahrene Flammenpeitsche und sie verjagt die Vögel. Sofort schließt sie das Tor und sie fordert dem Fremden auf, ihr zu folgen. Wortlos gehorcht er ihr und er stellt sich neben ihr. Dann schwingt sie ihre Peitsche und sie murmelt einen Spruch. Nach dem Ritual gehen sie rückwärts zum Strand, ohne nach hinten zu blicken. Dann schaut sie sich seinen Pfeil an. Nun wird ihr klar, dass Mahito unter dem Schutz des Graureihers steht, weshalb die Pelikane ihn nicht fressen konnten.
Sie eilen zum Segelboot, da sie den herannahenden Flut nicht abzuwarten wollen. Als sie Mahitos Narbe erblickt, zeigt sie ihren: Ein Sumpfkoloss hat es ihr zugefügt. Auf dem Heimweg holen sie den Köder ein, woran ein Fünfäugiger Fisch gebissen hat. Mahito erzählt; dass er von oben gekommen ist, um nach Natsuko zu suchen. Er bezeichnet sie als die Geliebte seines Vaters. Dann nennt er seinen Namen, worauf sie lächelt. Denn der Name bedeutet: Der Aufrichtige, der nach dem Tod riecht. Dann erklärt sie, dass die Segelboote und -schiffe den Toten gehören, die in dieser Welt in Überzahl sind.
Sie erreichen die hintere Seite der Insel, worauf sie langsamer fahren, damit zwei Segelboote sie einholen können. Die Toten in den Segelbooten wollen ihr den Fisch abkaufen. Sie sind darauf angewiesen, da sie selbst kein Lebewesen töten können.