
Dieser Artikel verrät wichtige Handlungselemente aus dem Anime oder Manga. Wenn du das Werk nicht kennst, kann das Lesen dieses Artikels dir die Freude am Werk nehmen.
Hier wird die Handlung des Jugendromans How Do You Live? ausführlich wiedergegeben. Die vorherige Handlung ist unter How Do You Live?/Handlung zu finden.
Buchkapitel[]
| Nr | Seite | Buchkapitel |
|---|---|---|
| 0 | 1 | Introduction |
| 1 | 5 | A Strange Experience |
| 2 | 24 | A Brave Friend |
| 3 | 53 | Newton's Apple and Powdered Milk |
| 4 | 91 | A Friend in Need |
| 5 | 131 | Napoleon and the Four Young Men |
| 6 | 180 | Events on a Snowy Day |
| 7 | 203 | Stone-Step Memories |
| 8 | 237 | A Triumphant Return |
| 9 | 249 | Daffodils and Buddhas |
| 10 | 272 | Spring Morning |
Napoleon and the Four Young Men[]
Am 5. Januar[1] verbringen Copper, Kitami und Uragawa bei Mizutani. Letztere wird auch Hayao genannt. Das Haus liegt auf einem Hügel in Takanawa, mit dem Ausblick auf das Meer um Shinagawa. Die Jungs hören Mizutanis ältere Schwester Katsuko zu, die begeistert von Napoleon Bonaparte erzählt.
Sie erzählt von Napoleons Schlachten und hebt seine Faszination hervor: Selbst als die russischen Kosaken einen großen Teil seiner Armee metzelt, ruft er nicht zum Rückzug aus. Im Angesicht seines Feindes bleibt er standhaft, was Katsuko als Heldenmut bezeichnet. Nach Katsukos Rede spielen die Jungs miteinander. Doch ihre Freude wird unterbrochen, als Kitami erwähnt, dass Yamaguchi sich ihm stellen will. Yamaguchis Gang will ein Zeichen setzen, dass jüngere Schüler die älteren zu respektieren haben. Yamaguchi wird von Kurokawa, der stellvertretende Sprecher des Judoklubs, unterstützt. Die Jungs schwören im Ernstfall Kitami zu beschützen, auch wenn sie Schläge abbekommen würden. Am Abend fahren die Jungs heim.
Coppers Onkel schreibt seinem Neffen, da er von Coppers Faszination über Napoleon überrascht ist. Jedoch sieht er ein, dass Katsuko ihn beeinflusst hat. Kurz fasst er Napoleons Biografie zusammen: Napoleon wächst in armen Verhältnissen eines Adels auf. Er diente in der Armee und wurde in zehn Jahren zum General. Durch seine militärischen Erfolge regiert er praktisch über Europa. Doch in den nächsten zehn Jahren wird er im Exil enden. Sein Niedergang begann mit der Schlacht in Russland.
Napoleons Leben ist beeindruckend, gesteht der Onkel. Doch er fragt, was Napoleon für die Menschheit erreicht hat. Das Leben eines Menschen ist nur ein Punkt im Zeitstrahl; unabhängig davon, wie besonders das Leben des einen Helden ist. Napoleon fördert Kunst, Wissenschaft und er hat Gesetzte erlassen - das „Code civil“, welches heute als Grundlage für Gesetzte vieler Länder diente; darunter Japan. Das „Code civil“ ist Napoleons größte Errungenschaft.
Auch wenn er viel Gutes geleistet hat, darf sein Verbrechen nicht ignoriert werden. Er marschierte mit 600.000 Soldaten nach Russland. Diese Soldaten kamen aus ganz Europa. Sie kämpften nicht für ihre Heimat, sondern starben im kalten Schnee. Napoleon wollte Russland angreifen, um Großbritannien zu schwächen. Ungeduld ist seine Schwäche. Großartige Menschen können vieles erreichen, aber auch viel Unglück verursachen.
Events on a Snowy Day[]
Copper und seine Freunde spielen Schneeballschlacht. Dabei stoßen sie einen Schneemann um. Verärgert umzingelt Kurokawa und fünf weitere Schüler Kitami und Mizutani. Kurokawa verlangt von Kitami eine Entschuldigung. Darauf entschuldigt sich Kitami. Doch Kurokawa meint, dass er ihn nicht gehört hat. Wieder entschuldigt sich Kitami. Kurokawa predigt von Respekt und lässt sich nicht unterbrechen und dann nähert er sich Kitami.
Uragawa und Mizutani stellen sich zwischen ihnen, die nun von Kurokawas Gruppe mit Schneebällen beschossen werden, bis die Schulglocke läutet. Copper hingegen stand still und schaute zu. Die beworfenen Jungs umarmen sich weinend. Copper hingegen hält seine Tränen zurück und ihm ist bewusst, dass er sein Versprechen Kitami gegenüber gebrochen hat. Er redet sich ein, dass sein Verrat nicht vergeben werden kann. Er blieb allein zurück und geht dann allein nach Hause.
Als Copper seine Pfannkuchen nicht ganz aufisst, fasst seine Mutter ihm an die Stirn: Er hat Fieber. Copper redet sich ein, dass er seine Freunde endgültig verloren hat.
Stone-Step Memories[]
Copper lag zwei Wochen im Bett. Auch als seine Gesundheit besserte, geht er nicht gerne zur Schule. Er konnte seine Freunde nicht ins Gesicht blicken, auch wenn er ihre Freundschaft nicht verlieren will. Ihm ist bewusst, dass er sich entschuldigen muss, doch ihm fehlen die richtigen Worte. Seine Mutter konnte ihn nicht aufmuntern. Copper bereut, sein Versprechen gebrochen zu haben. Ihm wird bewusst, dass er es nicht mehr ungeschehen machen kann. Die Reue und Trauer hält länger an und scheint ewig zu verhaften als die Trauer über den Tod seines Vaters.
Am Sonntag offenbart er seinem Onkel, dass er nicht mehr zur Schule gehen will. Dann brach er in Tränen aus und erzählt ihm, dass er Unverzeihliches verbrochen hat. Langsam nähert der Onkel seinem Neffen und flüstert ihm zu, dass Copper ihn vertrauen kann. Daraufhin erzählt Copper, was vorgefallen ist und er fühlt sich dadurch erleichtert. Der Onkel hört schweigend zu und verurteilt ihn nicht. Dann riet er Copper, diese Sorgen nicht ewig herumzuschleppen und umgehend einen Brief an Kitami zu schreiben. Doch Copper ist darüber unsicher, da keiner weiß, ob seine Freunde ihm vergeben wird.
Der Onkel erhebt seine Stimme und spricht Copper mit Junichi an. Er verdeutlicht, dass Junichi sich zu entschuldigen hat. Was danach geschieht, kann er nicht beeinflussen. Daher soll er nicht darüber nachdenken, sondern sich ehrlich bei Kitami entschuldigen, solange er es noch kann. Denselben Fehler muss Copper nicht nochmal wiederholen. Wenn er sich jetzt entschuldigt, kann er seine Freundschaft retten, ansonsten kann sie für immer zerbrechen. Der Onkel verspricht ihm, wenn er ungeachtet den möglichen Konsequenzen sich mutig und ehrlich entschuldigt, wird er sich bald besser fühlen. Copper setzt sich an einen Tisch, um seinen Entschuldigungsbrief zu schreiben. Dieser Brief bringt ein Hausmädchen zu Kitamis Haus.
Am nächsten Tag lernt Copper in seinem Zimmer, als seine Mutter eine Vase mit Pfirsichblüten abstellt. Dann erzählt seine Mutter aus ihrer Schulzeit in der Oberstufe: Auf dem Heimweg folgt sie einer älteren Frau auf den Treppen. Sie erkennt, dass die Frau mit schwerem Gepäck die Treppen emporsteigt. Sie wartet den richtigen Moment ab, um die Frau anzusprechen. Denn sie will ihre schwere Tasche tragen. Doch ihr fehlt der Mut. Die Frau erreicht das Ende der Treppe und setzt sich auf einer Bank. Als auch Coppers Mutter das Treppenende erreicht, wird sie von der Frau ignoriert. Doch ihr Gesicht und diesen Vorfall hat die Mutter nie vergessen.
Weiter erklärt die Mutter ihrem Sohn: Gute Absichten sind wirkungslos, wenn sie nicht in Taten umgesetzt werden. Im Leben häufen sich solche Vorfälle an, die wir Menschen mit Bedauern zurückblicken. Einige davon sind lebensentscheidend. Auch wenn der Vorfall an den Treppen sie mit Bedauern zurückblickt, ist er keine schlechte Erinnerung. Ihr wird bewusst, dass Hilfsbereitschaft nicht selbstverständlich ist. Im Leben hat sie oft Mut bewiesen, anderen zu helfen; wodurch sie schöne Erinnerungen sammeln konnte. Sie führte seither ein bewusstes Leben. Solche Erinnerungen können einem zu besseren Menschen machen.
Ihre Worte konnte Copper aufmuntern. Später empfängt Copper einen Brief seines Onkels, welcher mit einem Zitat von Blaise Pascal einleitet:
Der Mensch ist so groß, daß seine Größe sogar darin sich zeigt, daß er sich als elend erkennt. Ein Baum erkennt sich nicht als elend: es ist wahr sich als elend erkennen heißt elend sein; aber es heißt eben so gut groß sein, wenn man sich als elend erkennt. So beweist all' dies Elend seine Größe; es ist das Elend eines großen Herrn, das Elend eines entthronten Königs.
Wer fühlt sich unglücklich nicht König zu sein, außer ein entthronter König? [...] Wer fühlt sich unglücklich, weil er nur einen Mund hat? und wer fühlt sich nicht unglücklich, nur ein Auge zu haben? Man hat vielleicht nie daran gedacht, traurig zu sein, weil man nicht drei Augen hat; aber man ist untröstlich nur eins zu haben.[2]
Dann geht der Onkel auf das Zitat ein: Ein einäugiger Mann ist traurig über seinen körperlichen Zustand, da die Menschen für gewöhnlich zwei Augen haben. Wenn theoretisch alle Menschen nur mit einem Auge geboren wären, wäre der einäugige Mann nicht traurig. Vielleicht werden zweiäugige Menschen dann bemitleidet. Trauer und Schmerz bedeuten mehr, als man anfangs erahnen kann.
Jeder Mensch, unabhängig vom Alter, erfährt Unangenehmlichkeiten und Verluste im Leben. Keiner wünscht sich es, aber wir können daraus lernen. Erst durch schmerzliche Erfahrungen begreifen wir das Wesen des Menschen und lernen Selbstzufriedenheit. Im Angesicht des Todes lernen wir Dankbarkeit für unser Leben. Da wir Menschen nach Nähe sehnen; schmerzt es uns, wenn wir Hass und Feindseligkeiten erfahren. Menschen haben das Bedürfnis, ihr volles Potenzial ausschöpfen zu können; ansonsten fühlen wir uns unwohl. Es gibt Menschen, die unglücklich sind, da ihre eigennützigen Wünsche nicht erfüllt wurden. Sie können sich von ihrem egoistischen Wunschdenken nicht lösen.
Wir Menschen lernen unser Wesen durch Schmerzen, aber nicht durch körperliche Schmerzen. Denn auch Tiere kennen den körperlichen Schmerz, wenn sie sich beispielsweise verletzen. Dass wir Menschen einen Sinn für Gerechtigkeit und Moral haben, unterscheidet uns von den Tieren. Wenn wir gegen unsere Moralvorstellungen handeln, bereuen wir es. Diese Fehler einzugestehen, können nur wir Menschen vollbringen. Viele wollen sich ihre Verantwortung entziehen. Doch ihr Bedauern ist der Beweis, dass sie ihrer Fehler bewusst sind. Es ist nicht einfach die eigenen Fehler zu bekennen. Es ist eine Stärke.
Wir können an unsere Schwächen und Fehler wachsen. Wir Menschen entscheiden, was wir aus uns machen. So können wir von unseren Fehlern erholen. So schrieb Johann Wolfgang von Goethe: Der Irrthum verhält sich gegen das Wahre wie der Schlaf gegen das Wachen. Ich habe bemerkt, daß man aus dem Irren sich wie erquickt wieder zu dem Wahren hinwende.[3]
A Triumphant Return[]
Copper fühlt sich wieder besser. Als er den Brief an Kitami schrieb, vergingen vier Tage. An Coppers Haus klingelt es. Da standen Kitami, Uragawa und Mizutani, die Copper anlächeln. Copper klärt auf, dass er bald wieder zur Schule gehen kann. Er spürte, dass seine Freunde ihm vergeben haben. Dann erzählen die Jungs, was in Coppers Abwesenheit geschehen ist: Ihre Eltern sehen ein, dass Kitami unrecht gehandelt hat, aber er und seine Freunde die Schläge nicht verdient haben. Denn es ist Aufgabe der Lehrer, die Schüler zurechtzuweisen und nicht die der älteren Schüler.
So gingen die Eltern zu den Lehrern. Kurakawa und seine Gang mussten bestrafen werden, da die Lehrer sonst das Vertrauen der Eltern verlieren würden. So wurden die Täter von dem Schuldirektor zurechtgewiesen, Kurakawa durfte für drei Tage die Schule nicht besuchen und es gab ein Schülertreffen, um über dieses Ereignis aufzuklären. Kitami bekam eine Woche Hausarrest auf die Anweisung seines Vaters.
Die Besucher müssen heimkehren, da Katsuko auf ihnen wartet. Mizutani reichte Copper Katsukos Brief, welchen er sogleich liest: Katsuko hat Mitgefühl mit Copper und sie freut sich darüber, dass Copper mit ihrem jüngeren Bruder befreundet ist. Zu Tränen gerührt begleitet Copper seine Freunde zum Bahnhof, wo Katsuko wartet.
Daffodils and Buddhas[]
Copper hat oft von Erwachsenen gehört, über sein vergangenes Verhalten zu reflektieren. Heute weiß er, was dieser Rat bedeutet. Als Copper das nächste Schuljahr besucht, schenkt ihm sein Onkel sein Notizbuch. In der Higanwoche, in der der Tod seines Vaters gedenkt wird, schenkte ihm seine Mutter ein neues Notizbuch, worin er seine Eindrücke verfassen kann.
Copper geht in den Garten und findet seinen Ball. Er überlegt, wie lange der Ball dort gelegen hat. Ihm wird bewusst, dass ein Jahr wie im Fluge vergangen ist. Dann beobachtet er eine Pflanze und begann es auszugraben. Denn er will herausfinden, wie weit die Wurzeln in den Boden reichen. Er hält an und erblickt eine Zwiebel. Diesen pflanzt er neben den anderen Zwiebeln im Garten.
Am Abend besucht er seinen Onkel. Dann essen sie gemeinsam zum Abend. Copper fragt ihm, ob die Griechen wirklich die ersten Buddhastatuen angefertigt haben. Der Onkel erklärt ihm, dass die Statuen zwar in Indien produziert wurden, aber es war griechische Handwerkskunst. Dann zeigt der Onkel ein Bild einer Buddhastatue aus Gandhara und kommentiert es sogleich.
Die Statue hat einen Haarknoten und weist damit Ähnlichkeiten mit dem griechischen Gott Apollon auf. Da buddhistische Mönche eine Glatze haben, hätten Inder Buddhastatuen statt des Haarknotens mit einer Glatze dargestellt. In Gandhara wurden auf Tafeln das Alphabet der Griechen und Inder gefunden. Daraus folgt, dass Griechen sich in Indien angesiedelt haben. Doch wie kamen die Griechen nach Indien?
Alexander der Große eroberte Griechenland und weite Landflächen im Nahen Osten, Mittleren Osten und Asien. So schuf er das persische Reich. Sein Wunsch war, die westliche und östliche Zivilisation zu vereinen. So beauftragte er, die Griechen im Osten anzusiedeln und die Perser im Westen. Copper ist erstaunt darüber, dass die ersten Buddhastatuen von Griechen hergestellt wurden und seither ein fester Bestandteil der asiatischen Kultur ist.
Die griechische Handwerkskunst kam durch das persische Reich nach Indien; von dort nach China und dann nach Japan. Hier wird bewiesen, dass Kunst und Wissen alle Grenzen überwinden kann. Auch wenn Japan eine Insel war und die Reise zu damalige Zeit sehr riskant war, blieb Japan nicht von Einflüssen aus dem Ausland verschont. Die Japaner selbst wertschätzen Kunstvolles.
Spring Morning[]
Copper wacht am morgen auf und schleicht sich durchs Haus, um niemandem aufzuwecken. Dann setzt er sich an einen Schreibtisch. Mit einem Füller schreibt er in seinem neuen Notizbuch einen Brief an seinem Onkel. Er gesteht, dass er seine Briefe nicht ganz verstanden hat, auch wenn er sie mehrmals liest. Was ihm am meisten bewegt, ist der letzte Wunsch seines Vaters: Der Wunsch, dass Copper sein Können nutzt, um der Welt dienlich zu sein. Er hegt den Wunsch ein guter Mensch zu werden und selbst Menschen zum Guten erziehen kann. Denn mehrere gute Menschen können mehr erreichen, als er allein.
Es wird der Tag kommen, in der jeder seinen Nächsten wie einen guten Freund behandeln wird. Da die Menschheit viele Fortschritte gemacht hat, werden wir Menschen diesen Tag erleben. Copper will selbst dazu beitragen. Nun die Frage an Euch: Wie wirst Du leben?
Anmerkungen[]
- ↑ Zu der Zeit richtet Japan seine Zeit nicht mehr nach dem Mondkalender, sondern nach dem westlichen Kalender.
- ↑ Blaise Pascal (1918): Gedanken, Vierter Artikel - Allgemeine Erkenntnis des Menschen, Abschnitt 2 f., übersetzt von Heinrich Hesse.
- ↑ Johann Wolfgang von Goethe (1833): Maximen und Reflexionen.