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Die Hexe Kiki ist die Protagonistin des Films Kikis kleiner Lieferservice von Hayao Miyazaki aus Studio Ghibli.

Persönlichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie ist ein aufgewecktes Mädchen, die aufgeregt darüber ist, ihr Elternhaus in Karikiya zu verlassen, um der Tradition nach eine vollwertige Hexe zu werden. Sie ist so aufgeregt darüber, dass sie sogar einen Monat früher als geplant aufbricht.

Sie will unbedingt in einer Hafenstadt leben. So zieht sie nach Koriko, wo sie den hilfsbereiten Turmwärter trifft. Jedoch ist sie schnell frustriert, da niemand sich in ihre Lage hineinversetzen kann und ein Polizist ihr sogar einen Strafzettel geben will.

Freunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dieser Frust trifft sie auf Tombo, der zu ihr stets freundlich ist. Jedoch weist sie seine Freundschaft ab. Erst als Tombo ihr eine Einladung gibt, ändert sie ihre Einstellung zu ihm. Auch wenn sie anfangs in der neuen Stadt auf Ablehnung und Unverständnis trifft, versucht sie hilfsbereit zu bleiben.

So hilft sie Osono einen Schnuller einer Kundin zurückzubringen. Daraufhin erweist Osono ihr Gastfreundschaft und lässt sie bei sich wohnen. Seither hilft sie in der Bäckerei Gütiokipänjä mit und bietet dort ihren Lieferservice an. Durch ihre freundliche und hilfsbereite Art gewinnt sie viele Freunde. Ihre beste Freundin ist Ursula.

Konflikten geht sie lieber aus dem Weg. So geht sie fort, als sie die Enkelin sieht.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre Eltern lieben sie sehr und sind um ihr besorgt. Ihre Mutter Kokiri merkt an, dass Kiki nur fliegen kann und keine Spezialisierung aufweisen kann wie z. B. das Mischen von Tränke oder Wahrsagerei. Die Zauberkraft hat sie von ihrer Mutter geerbt. Ihr Vater Okino ist ein gewöhnlicher Mensch. Seit ihrer Kindheit begleitet ihr der Kater Jiji, der versucht sie aufzumuntern und in allen Vorhaben zu unterstützten und ihr Ratschläge gibt.

Als Kiki in die Hafenstadt Koriko zieht, ist Jiji ihr einziger Familienmitglied in der Stadt. Der Kater symbolisiert weit mehr als Kikis kindliche Naivität[1]. Sie unterhält sich oft mit ihrem Kater.

Distanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Dieser Artikel verrät wichtige Handlungselemente aus dem Anime oder Manga. Wenn du das Werk nicht kennst, kann das Lesen dieses Artikels dir die Freude am Werk nehmen.


Obwohl Jiji ihr ständiger Begleiter ist, fühlt sie sich einsam. Sie wächst im wohlbehüteten Elternhaus auf, welcher ein Kontrast zum Stadtleben ist. Bereits bei ihrer Ankunft, verwarnt ihr ein Polizist. Sie nutzt die Möglichkeit, dass der Polizist abgelenkt ist, und sie geht weg. Hier zeigt sich, dass sie Konflikte lieber aus dem Weg geht. Selbst Tombo, der ihr geholfen hat, ignoriert sie.

Sie freundet sich mit Tombo an, aber sie distanziert sich wieder von ihm. Dieser Wendepunkt tritt ein, als Tombo seine Freunde vorstellt, darunter die Enkelin. Letztere kann Kiki nicht sonderlich gut leiden, weil die Enkelin die harte Arbeit ihrer Großmutter und die von Kiki nicht wertschätzte.

Als Kiki nicht mehr mit Tombo spricht, verliert sie ihre Zauberkraft und sie kann sich nicht mehr mit ihrem Kater unterhalten. Nun fühlt sie sich endgültig verloren. Auch die herzliche Osono kann ihr nicht mehr helfen. Erst Ursula kann sie aufmuntern, indem sie über ihre berufliche Einsamkeit spricht. Sie verdeutlicht, dass ein Beruf nicht nur Arbeit ist, sondern eine Berufung, in der man sich weiterentwickelt.

Kiki erlangt ihre Zauberräfte zurück, aber kann sich nicht mehr mit Jiji unterhalten. Sie hat sich weiterentwickelt, indem sie akzeptiert hat, dass Einsamkeit zum Leben gehört. Sie hat ihre kindliche Naivität verloren, aber das Gefühl der Einsamkeit wird sie weiterhin begleiten.

Einsamkeit ist ein wiederkehrendes Thema in Ghiblifilmen, wie z. B. Sophie, die von der Hexe aus dem Niemandsland verflucht wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kiki's Delivery Service FAQ, nausicaa.net, Abgerufen 4. November 2016
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