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Michaël Dudok de Wit ist ein Regisseur und Animator. Er ist der erste Nichtjapaner, der die Regie eines Ghiblifilms führt.

KarriereBearbeiten

1953 wurde de Wit in Abcoude, Niederlande, geboren[1]. Nach der Schule besuchte er die Genfer Kunstschule „School of Fine Arts“. Später zog er nach England, wo er an der West Surrey College of Art studierte. Zu der Zeit war er von osteuropäischen Trickfilmen inspiriert[2]. 1978 schloss er sein Studium mit seinem ersten Film The Interview ab. Nachdem er für ein Jahr in Barcelona gearbeitet hatte, lebte er in London, wo er preisgekrönte Werbetrickfilme schuf[3].

Sein Durchbruch gelang ihm mit dem Kurzfilm Der Mönch und der Fisch, den er 1994 im Studio Folimage kreierte. Einen größeren Erfolg, hinsichtlich erhaltener Preise und Nominierungen, bekam Father and Daughter aus dem Jahr 2000, das ein ernsteres Thema anspricht. Mit diesem Kurzfilm überzeugte er Hayao Miyazaki, er ein fähiger Regisseur für Studio Ghibli zu sein. Dies führte 2016 zu seinem ersten abendfüllenden Film Die rote Schildkröte.

Neben dem Regiestuhl ist er auch als Animator für Walt Disney tätig wie z. B. am Film Die Schöne und das Biest. Seit 1991 schreibt er auch Bücher. Bekannter jedoch sind seine illustrierten Kinderbücher Oscar & Hoo und Vier bevertjes, die er 2001 bis 2007 selbst entworfen hat.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wilfred Takken, De kalme strijd tegen de tijd van Michael Dudok de Wit (nl.), 06.07.2016, NRC, abgerufen 08.01.2017
  2. Liz Faber, Helen Walters: Animation Unlimited. Innovative Short Films Since 1940. London 2004, Laurence King Publishing, ISBN 1-85669-346-5, S. 178.
  3. Father and Daughter beim Animation World Magazine (eng.)
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