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'''Seitas Tante''' ist die Schwester von [[Frau Yokokawa]] aus dem Film ''[[Die letzten Glühwürmchen]]'' von [[Isao Takahata]] aus [[Studio Ghibli]].
'''Seitas Tante''' ist die Schwester von [[Frau Yokokawa]]. Nach dem Tod dieser sorgt sie für deren Kinder [[Seita]] und [[Setsuko]]. Sie wohnt in [[Nishinomiya]] mit ihrer Tochter und einem Untermieter. Sie ist eine Witwe, weil ihr Mann im Krieg umgekommen ist.
 
   
== Fürsorge ==
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Sie kümmert sich um ihre Tochter und den Helfer, weil diese für die Gemeinschaft arbeiten. Deswegen gibt sie ihnen auch besseres Essen als Seita und Setsuko. An Seita kritisiert sie ständig, dass er nicht arbeiten will. Trotzdem sorgt sie sich um sie.
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Sie besitzt ein eigenes Haus in [[Nishinomya]], in der sie es mit ihrer [[Seitas Cousine|Tocht er]] und einem [[Mitbewohner]] teilt. Nach dem Tod ihrer Schwester nimmt sie ihre Kinder [[Seita]] und [[Setsuko]] auf.
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In der japanische Version des Films wird sie auch als Witwe bezeichnet. Im Kurzroman ''[[Das Grab der Leuchtkäfer]]'' erzählt sie ein wenig von ihrem Mann.
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Zu ihrer Tochter und dem Mitbewohner ist sie stets höflich. Um das Wohlergehen ist sie besorgt. Sie gibt ihnen den besten Reis und spricht ihnen nette Worte zu.
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Zu den Kindern ihrer Schwester hingegen kritisiert sie oft. Doch es war nicht immer so gewesen.
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== Beziehung zu den Kindern ==
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Im Grunde will sie, dass es den Kindern gut geht. Jedoch versteckt sie dieses Wohlwollen hinter kleinlichen Kritik, welche wunderlich nicht zu einem Streit übergeht. Nur anfangs versucht sie den Kindern zu trösten.
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Nach dem schweren Bombenangriff in [[Kōbe]] fährt sie am nächsten Tag zu ihrer Schwester und den Kindern hin. Spricht Setsuko sogar etwas Mut zu. Sie zeigt Verständnis, dass die Kinder für sich allein sein wollen, um ihre Trauer zu verarbeiten. Doch diese Fürsorge geht in der Zeit verloren.
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Die Kinder wohnen bei ihr im Haus. An einem Abend betritt sie das Zimmer, um nach ihnen zu schauen. Sie fragt ihm, warum er heute nicht arbeitet. Darauf antwortet er, dass seine Schule und der Stahlwerk zerbombt wurden. Sie lässt es erstmal dabei belassen und erinnert ihm daran, dass er seinem Vater [[Kiyoshi Yokokawa]] schreiben soll.
   
== Beziehungen ==
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Da Seita nicht arbeiten will, verliert sie die Geduld. Der [[Landwirt]] sagt Seita sogar, dass er mit seinem Verhalten seinem Vater Schande bereitet. Sie kritisiert Seita für jede Kleinigkeit, wie z. B. dass er Klavier spielt. Setsuko verschont sie nichtund brüllt die Kinder an, als Setsuko von ihrem Albtraum mit einem Schrei aufwacht. Auch verliert sie keine positiven Wörter über die Kinder. Der Mitbewohner lobt die Kinder, da sie für sich kochen, doch sie entgegnet ihm, dass die Kinder ja nur ungezogen sind.
=== Setsuko ===
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{{Spoiler/Collapse|Der Höhepunkt beginnt mit dem Verkauf des Kimonos ihrer Schwester, die Seita zugestimmt hat. Mit dem Geld kauft sie ein Sack Reis. Den Kindern gibt sie jedoch nur ein Glas Reis. In der Nacht bei einem Luftangriff der Amerikaner entschied Seita auszuziehen. Bei dem Auszug schaut sie den Kindern mit verzogene Miene nach.}}
Die Tante verkauft die Kimonos ihrer Schwester mit Setsukos Einverständnis. Sie tauscht sie gegen einen ganzen Sack Reis. Jedoch macht dieser Handel Setsuko traurig. Die Streitereien zwischen ihr und Setsuko häufen sich. Es eskaliert, als Setsuko es ungerecht findet, dass sie "schlechteres" Essen bekommt als andere im Haus. Dieser Streit führt dazu, dass Seita mit Setsuko auszieht. Bevor sie das Haus verlassen, entschuldigt sich Setsuko bei ihr.
 
   
=== Seita ===
 
Sie kritisiert, dass er nicht arbeiten geht, anders als ihre Tochter und ihr Untermieter. Darauf erwidert Seita, dass die Mine, in der er gearbeitet hat, zerstört wurde. Man merkt, dass die Tante sich zwar um Seita und Setsuko kümmert, jedoch die beiden loswerden will. Sie schlägt ihm vor, Verwandte zu kontaktieren. Von Seita erhält sie Geld, Nahrung (die er Zuhause versteckt hat) und die Kimonos, welche sie verkauft. Trotz dieser Güte ist sie mit seiner Arbeitslosigkeit unzufrieden.
 
 
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Version vom 1. September 2019, 17:08 Uhr

Seitas Tante ist die Schwester von Frau Yokokawa aus dem Film Die letzten Glühwürmchen von Isao Takahata aus Studio Ghibli.

Hör mal Seita, du bist doch alt genug, um zu begreifen, dass jeder mitanpacken muss. Du willst doch weißen Reis essen! Doch du tust nichts, um ihn dir zu verdienen. So geht das nicht. Kommt nicht in Frage! Ich gebe euch Reis, weil ich ein gutes Herz habe. Dabei hatte ich es Gott nicht nötig.

— Darum verachtet sie Seita und Setsuko.

Familie

Sie besitzt ein eigenes Haus in Nishinomya, in der sie es mit ihrer Tocht er und einem Mitbewohner teilt. Nach dem Tod ihrer Schwester nimmt sie ihre Kinder Seita und Setsuko auf.

In der japanische Version des Films wird sie auch als Witwe bezeichnet. Im Kurzroman Das Grab der Leuchtkäfer erzählt sie ein wenig von ihrem Mann.

Persönlichkeit

Glühwürmchen-unerfreut

Sie fragt nach dem Wohlergehen und erinnert Seita an seine Pflichten.

Glühwürmchen-brüllen

Sie ist erschöpft und brüllt die Kinder an, als Setsuko von ihrem Albtraum aufwacht.

Glühwürmchen-trüber-Blick

Sie schaut den Kindern nach.

Zu ihrer Tochter und dem Mitbewohner ist sie stets höflich. Um das Wohlergehen ist sie besorgt. Sie gibt ihnen den besten Reis und spricht ihnen nette Worte zu.

Zu den Kindern ihrer Schwester hingegen kritisiert sie oft. Doch es war nicht immer so gewesen.

Beziehung zu den Kindern

Im Grunde will sie, dass es den Kindern gut geht. Jedoch versteckt sie dieses Wohlwollen hinter kleinlichen Kritik, welche wunderlich nicht zu einem Streit übergeht. Nur anfangs versucht sie den Kindern zu trösten.

Nach dem schweren Bombenangriff in Kōbe fährt sie am nächsten Tag zu ihrer Schwester und den Kindern hin. Spricht Setsuko sogar etwas Mut zu. Sie zeigt Verständnis, dass die Kinder für sich allein sein wollen, um ihre Trauer zu verarbeiten. Doch diese Fürsorge geht in der Zeit verloren.

Die Kinder wohnen bei ihr im Haus. An einem Abend betritt sie das Zimmer, um nach ihnen zu schauen. Sie fragt ihm, warum er heute nicht arbeitet. Darauf antwortet er, dass seine Schule und der Stahlwerk zerbombt wurden. Sie lässt es erstmal dabei belassen und erinnert ihm daran, dass er seinem Vater Kiyoshi Yokokawa schreiben soll.

Da Seita nicht arbeiten will, verliert sie die Geduld. Der Landwirt sagt Seita sogar, dass er mit seinem Verhalten seinem Vater Schande bereitet. Sie kritisiert Seita für jede Kleinigkeit, wie z. B. dass er Klavier spielt. Setsuko verschont sie nichtund brüllt die Kinder an, als Setsuko von ihrem Albtraum mit einem Schrei aufwacht. Auch verliert sie keine positiven Wörter über die Kinder. Der Mitbewohner lobt die Kinder, da sie für sich kochen, doch sie entgegnet ihm, dass die Kinder ja nur ungezogen sind.

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Achtung dies ist ein Spoiler!

Der Höhepunkt beginnt mit dem Verkauf des Kimonos ihrer Schwester, die Seita zugestimmt hat. Mit dem Geld kauft sie ein Sack Reis. Den Kindern gibt sie jedoch nur ein Glas Reis. In der Nacht bei einem Luftangriff der Amerikaner entschied Seita auszuziehen. Bei dem Auszug schaut sie den Kindern mit verzogene Miene nach.
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