FANDOM



Emblem-important
Achtung dies ist ein Spoiler!
Dieser Artikel verrät wichtige Handlungselemente aus dem Anime oder Manga. Wenn du das Werk nicht kennst, kann das Lesen dieses Artikels dir die Freude am Werk nehmen.

Hier wird die Handlung des Films Erinnerungen an Marnie ausführlich wiedergegeben. Die großen Überschriften entsprechen die der Filmkapitel.

ErholungsurlaubBearbeiten

Ich bin lieber unsichtbarBearbeiten

„In dieser Welt gibt es einen unsichtbaren magischen Kreis. Er hat eine Innen- und Außenseite. Diese Menschen befinden sich auf der Innenseite und ich mich auf der Außenseite.“

Mit diesen Worten vertieft sich Anna Sasaki in ihre Gedanken, während sie für die Schule zeichnet. Sie sitzt auf einer Bank eines Spielplatz, wo die Kinder ihre Eimer mit Sand und Wasser füllen, um daraus Sandkuchen zu machen. Ihre Klassenkameradinnen tauschen sich aus, wie sie ihre Zeichnungen machen sollen. Doch Anna - sie sitzt alleine auf einer Bank, nicht weil sie es will. Der Kunstlehrer schaut sich die Zeichnungen seiner Schüler an und gibt Ratschläge.

Ghibli-marnie-spielplatz-klein1

Anna sitzt ganz allein auf der linken Bank.

Anna bemerkt ein Schatten und drückt ihr Zeichenblock an sich. Der Kunstlehrer bittet Anna um ihre Zeichnung. Sie schaut erneut auf ihr Blatt und schaut ihn dann an. Mit einem sanften Lächeln richtet sie ihren Zeichenblock auf ihn zu. Der Lehrer jedoch wendet sich von Anna ab, als er das Einen eines Kindes hört. Anna sitzt allein auf der Bank, nicht weil sie es will. „Ich hasse mich“, sagt sie zu sich selbst. Sie verzieht ihr Gesicht und sie nimmt ihren Zeichenblock nicht runter, nicht weil sie enttäuscht ist oder entmutigt ist. Ihr Atem hängt schwer in der Luft. Ihr Brustkorb zieht sich zusammen und füllt sich wieder mit Luft. Ihr wird warm. Ihr Brustkorb schlägt im Rythmus ihres Herzschlags. Immer schneller und knapper jauchzt sie nach Luft. Ihr fehlt die Luft nach Hilfe zu rufen, weil sie nur noch schnauft. Zu kanpp die Atemzüge, damit ihr Brustkorb sich mit Sauerstoff füllen kann. Ihre Hände schlägt sie langsam auf die Brust. Sie krümmt sich langsam. Sie hört nicht mehr die Schreie der Kinder. Kälte. Ihr Husten wird vom Lachen ihrer Klassenkameradinnen überdeckt. Schwarz.

Ich koste euch nur wieder GeldBearbeiten

Ghibli-marnie-wohnung2

Die Wohnung in Sapporo.

Ghibli-marnie-wohnzimmer2

Das Gespräch zwischen dem Arzt und Yoriko.

In der Wohnung tastet der Hausarzt Doktor Yamashita mit seinem Stethoskop Annas Brust ab, nachdem er bereits damit ihr Rücken abgetastet hat. Der Arzt gibt Entwarnung, aber Annas Pflegemutter Yoriko Sasaki legt ihre besorgte Miene nicht ab. Anna legt sich hin, worauf die Mutter ihre Hände auf die von Anna legt und fragt, ob Anna ihr Inhalator vergessen hat. Sie antwortet ihr, dass sie ihr nur wieder Geld kostet.

Die Mutter geht zur Tür, als Miyoko an der Tür klingelt und ihr Annas Tasche rüberreicht. Miyako und ihre beiden Freundinnen verbeugen, um sich zu verabschieden. Doch die Mutter fragt sie, ob Anna mit ihnen gut auskommt. Miyako antwortet, dass Anna sehr still ist und stubst ihre Freundin an, damit sie nichts Falsches sagt. Der Arzt schaut zu Anna, die nur die Decke anstarrt. Er sagt ihr, dass ihre Mutter um sie besorgt ist.

Im Wohnzimmer bringt die Mutter dem Arzt ein heißes Getränk und sie erzählt ihm, dass ihre Tochter sich nicht mit ihren Klassenkameraden anfreundet. Darauf erwidert er, dass Asthma durch Stress hervorgerufen werden kann. Sie führt an, dass ihr Mann oft unterwegs ist, worauf sie sich und ihren Mann als schlechte Eltern bezeichnet. Anna war doch früher aufgeschlossener, schluchzt sie. Er meint, dass Anna raus aus der Stadt Sapporo in das ländliche Kissakibetsu fahren kann, um sich bei frischer Luft zu erholen. Kissakibetsu liegt zwischen Kushiro-shi und Nemuro (Hokkaidō). Der Arzt und die Mutter haben schon paar Mal über diesen Ausflug diskutiert.

AbfahrtBearbeiten

Ghibli-marnie-zugstrecke-klein3

Die Zugfahrt nach Kissakibetsu.

Am Bahnhof drückt die Mutter die soeben gekauften Snacks und Obst ins Annas Hände. Mit Tränen bittet sie ihre Tochter darum anständig zu bleiben, sich gut zu ernähren und sicher heimzukommen. Für Anna ist ihre Mutter ein Jammerlappen, da sie sich viele Sorgen macht und Tränen in den AUgen hat. Der Zug hält an und Anna steigt am Bahnhof von Kushiro aus, wo Kiyomasa Ouiwa und Setsu Ouiwa ihr zuwinken. Sie sind Yorikos Verwandte. Anna verbeugt sich leicht zur Begrüßung und sagt, dass Tantchen ihr schon alles erzählt hat. Sie stellt sich als Anna Sasaki vor und hopfft, dass sie keine Unannehmlichkeiten bereitet und sie bedankt sich für die Gastfreundschaft. Setsu klärt ihren Mann Kiyomasa auf, dass Tantchen der Kosename von Yoriko ist, worauf Anna rot anläuft.

Im überfüllten Auto fahren sie nach Hause. Auf der Fahrt fahren sie über Schlaglöcher, wodurch die Kartons aufgehen und die Kürbisse durch das Auto rollen. Setsu spricht an, dass Anna Asthma hat, worauf Kiyomasa ihr versichert, dass die gute Luft ihr in Windeseile gut tun wird. Im Heimatdorf angekommen schaut Anna zu einem Silo auf. Kiyomasa erzählt, dass das Silo nicht mehr für die Aufbewahrung von Viehfutter verwendet wird, weil dort Geister hausen.

Ghibli-marnie-brücke-klein3

Das überfüllte Auto brettert über die Brücke.

Ghibli-marnie-landstrasse-klein3

Gleich am Ziel.

Ghibli-marnie-dorfweg-klein3

Das Ziel in Sichtweite.

Als Anna und Setsu Ouiwas Haus betreten, erzählt Setsu, dass ihre Kinder schon ausgezogen sind. Dann gehen sie zu Annas Zimmer, das im Obergeschoiss liegt. Es war früher das Zimmer ihrer Tochter, die heute Yogalehrerin ist, gewesen.

Das verlassene HausBearbeiten

Anna öffnet die Tür zum Balkon und zum ersten mal zeigt sie ihr Lächeln. Auf den mitgelieferten Postkarten schreibt Anna ihrer Mutter, dass sie gut angekommen ist. Sie verlässt das Haus und sagt ihren Gastgebern im Wohnzimmer, dass sie ihre Postkarte abschicken will. Kiyomasa sagt ihr, dass sie die Schilder für die Abkürzung folgen soll, bevor seine Frau ihm Mochi anbietet. Doch er lehnt ab, da er gerade an einem Gestell werkelt.

Der MarschBearbeiten

Ghibli-marnie-marschhaus-klein4

Das Haus am Marsch.

Ghibli-marnie-touichi4

Ohne Worte grüßt Touichi Anna.

Hinter dem Parkplatz findet Anna das erste Schild. Die Abkürzung führt durch eine Wiese auf die Straße. Am Kiosk angekommen, wirft sie ihren Brief in den vorgesehenen Kasten. Als Nobuko Kadoya ihr nähert, rennt Anna weg. Sie rennt einer Treppe hinunter und stolpert hin. So verschreckt sie die Vögel, als ihr Gesicht auf den Boden knallt. Doch ihre Schmerzen vergisst sie gleich, als sie den Marsch, eine Salzwiese, erblickt. Auf der gegenüberliegende Seite steht auf Beton-Erhebungen das Marschhaus.

Ihr kommt das Haus vertraut vor und so zieht sie ihre Schuhe und Socken aus, um über das Wasser dahin zu gelangen. Sie geht durch das Hintertor, betritt die moosbedeckten Treppen ohne zu stolpern, geht durch den Garten an verrostete Stühle vorbei und schaut durch die gläserne Schiebetür in den Hauptsaal hinein. Sie sieht die Möbel, die mit weißen Tüchern bedeckt sind. Im Garten legt sie sich auf einen Baumstamm.

Als sie aufwacht ist es bereits Abenddämmerung. Sie geht nach Hause, doch das angestiegene Wasser lässt sie nicht fortgehen. Touichi fährt mit seinem Boot ihr entgegen, um sie auf die andere Seite des Marsch zu fahren. Auf dem Boot schaut Anna zum Haus zurück und sieht brennende Lichter. Als sie nochmal hinschaut ist das Innere des Haus es mit Dunkelheit erfüllt. Verbeugend verabschiedet sich Anna von Touichi.

Ghibli-marnie-marschhaus-blick-klein4

Touichi rduert Anna entgegen.

Das MarschhausBearbeiten

Ghibli-marnie-nobukos-haus5

Das Haus der Familie Kadoya.

Ghibli-marnie-nobukos-eingang5

Frau Kadoya empfängt ihre Gäste im Eingangsbereich.

Am Esstisch erzählt Anna ihrer Gastgeberin Setsu von ihren Erlebnissen, während Kiyomasa eine Eule schlitzt. Er rät Anna sich den Marschen nicht zu nähern, weil dort Geister sich niedergelassen haben. Setsu erzählt, dass das Marschhaus ein Ferienhaus für Ausländer war. Nun steht das Haus leer.

LästigBearbeiten

Im Bett träumt Anna von dem Haus mit brennende Lichter. Sie geht darauf zu, aber sie versinkt gleich im Marsch. Durch ein Fenster sieht sie das blondhaarige Mädchen Marnie, dessen Haare von ihrem Kindermädchen Nan kraftaufreibend gebürstet wird.

Am nächsten Tag nimmt Anna ihr Zeichenblock mit zum Marsch, wo eine Schulklasse Müll einsammelt. Nobuko schreit den Jungs zu, nicht zu trödeln. Am Steg, das neben der Salzwiese ist, sitzt Touichi, der seine Leine aufwickelt. Er dreht sich um, als er Anna bemerkt. Sie sitzt mit ihm im Boot und zeichnet das Haus. Am Abend ist sie wieder daheim, wo sie neben ihrem Zeichenblock einschläft.

Am nächsten Tag begleitet Anna Setsu, um die Laternen für das Tanabata-Fest bei Frau Kadoya abzugeben. Angekommen empfängt Frau Kadoya ihre Gäste im Eingangsbereich. Ihre Tochter Nobuko konnte sie nicht empfangen, weil sie noch in der Nachmittagsschule ist. Nobukos Mutter fragt nach Annas Zeichnungen, aber Anna zieht sie hinter ihrem Rücken zurück. Dann schlägt sie vor, dass Anna mit Nobuko auf dem Fest treffen kann. Setsu hält es für eine brillante Idee, weil das Sommerkimono (Yukata) ihrer Tochter sicher Anna passen würde. Als Frau Kadoya Setsu herein bittet, verabschiedet sich Anna, nicht nur weil sie zum Marsch will.

Auf dem Weg murmelt Anna die letzten Worte von Setsu vor sich hin, während sie gegen herumliegende Steinchen tritt. Am Marsch findet Anna Touichi nicht. Stattdessen sieht sie auf einem Hügel Hisako, die ein Bild malt. Sie setzt sich hin und schlägt ihren Zeichenblock auf.

Darum tun es alleBearbeiten

Der Nebel lichtet sich und Anna Sasaki steht vor dem Marschhaus, wo sie nun Marnies Gesicht erkennen kann. Sie wacht in der Nacht auf und sagt, dass sie Feste hasst. Zum Fest tragen einige Kinder Yutaka, die mit Laternen einer Straße entlang gehen. An den Haustüren bekommen die Kinder Süßigkeiten, wenn sie dem Wohnungsinhaber ihre Tüte entgegen halten.

Nobuko Kadoya spricht Anna an und fragt, woher sie kommt. Anna antwortet ihr und sie meint nach einer kurzen Überlegung, dass man dort sicherlich gut shoppen kann. Nobukos Begleiterin wirft ein, dass dort sicher auch schöne Jungs gibt. Anna schweigt jedoch, als sie gefragt wird, was sie nach Kissakibetsu verschlagen hat.

Ghibli-marnie-fest-klein6

Das Volksfest ist gut besucht.

Im Haus, das zum Tempelkomplex gehört, zündet Anna eine Kerze an und nimmt sich ein breites Papierstreifen, den Tanzaku. Darauf schreibt sie ihren Wunsch, um es später am vorgesehen Baum zu hängen. Vor dem Baum dreht sich Anna weg, als sie Nobuko sieht. Doch Nobuko hüpft ihr entgegen und nimmt ihr den Wunschzettel aus der Hand. Sie liest den Text laut vor: „Ich wünsche mir endlich ein normales Leben.“ Sie fragt Anna was sie damit meint. Dann kommt ihr die Erleuchtung: Anna hat schöne blaue Augen. Anna läuft rot, obwohl Nobukos vorherige Aktion ihr peinlich war. Sie bezeichnet Nobuko als fette Kuh.

Ghibli-marnie-weint6

Darum tun es alle - Anna fühlt sich wertlos.

Nobuko spricht auf Annas Wunsch an, ein normales Leben zu haben: Es bringt ihr nichts sich als normaler Mensch auszugeben, weil sie eben so ist. Nobuko schlägt vor, dass sie die Sache vergessen soll, worauf Anna Nobukos Hand von sich weg schlägt. Gekrümmt rennt sie keuchend weiter mit diesem Gedanken im Kopf: „Ich bin nun mal, wie ich bin“.

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.