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Dies ist die Übersetzung des Buchs Prinzessin Mononoke (Urfassung) in deutsche Sprache. Die Fortsetzung findet ihr unter Spoiler 2:Prinzessin Mononoke (Urfassung). Die Seitenzahl des Buches steht in Klammern.

Pmu1

Ein Soldat vom Militär zieht in die Schlacht.

Doch er trennt sich von seinen Kameraden und verirrt sich im Wald.

Pmu1b

Nach vielen Stunden des Umherirrens erblickt der Soldat
ein Licht zwischen den Bäumen.

(2)

Pmu2

Es ist eine eingerichtete Behausung,
die in den Stamm eines Riesenbaums eingehauen wurde.

Der Ort scheint verlassen zu sein,
jedoch liegt in dem Baum eine üppige Mahlzeit zubereitet[1].

Pmu2b

Der Soldat kostet von dem Essen und beginnt genüsslich zu schmatzen,
aber das Unheil nimmt seinen Lauf[2].

(3)

Pmu3

Der Besitzer [der Behausung] ist zurückgekehrt.

Pmu3b

Das Grollen des Löwen hallt im ganzen Berg wider, denn der Ort ist sein Revier[3].

(4)

Pmu4

„Mein Essen ist in Dir,
aber ich werde es trotzdem essen“, sagt der Berglöwe.

Der Soldat fleht [ihn an sein Leben] zu verschonen:
„Wenn ihr mich leben lasst,
werde ich euch die Hand einer meiner Töchter geben.“

Pmu4b

Der Mononoke hält mit seinem Messer inne und überlegt einen Moment.

„Nur eine?“, sagt er, „Hm, einverstanden.“

(5)

Pmu5

„Vergiss dein Versprechen nicht“, schreit der Löwe,
nachdem sie sein Revier verlassen haben.

Pmu5b

„Uff! Du bist ja schwer!“

(6)

Pmu7

Währenddessen im Haus des Soldaten

Pmu7b

„Wisst ihr nicht, ob der Herzog zurückgekehrt ist?“,
fragt die Frau den Soldaten.

Sie ärgert sich sehr, dass sie ihn zurückgelassen haben.

(7)

Pmu8

Als sie über dem Haus des Herzogs angekommen sind,
lässt der Mononoke seine Last vom Himmel fallen und ruft:
„Ich komme beim nächsten Vollmond wieder,
um deine Tochter mitzunehmen.“

„Aaaaahhhh!!!“, schreit der Soldat im Sturz.

Pmu8b

Der Herzog bleibt an dem Gipfel einer Dachhütte hängen …

Die Leute der Hütte sind überrascht und
erschrocken über diesen unerwarteten Auftritt.

„Der Herzog ist vom Himmel gefallen“, sagen sie ängstlich.

(8)

Pmu9

Der Herzog erzählt seiner Familie alles,
[von seinem Ritt zum Schlachtfeld] bis zu seiner jetzigen Rückkehr.

Pmu9b

„Du hast an der Schlacht teilgenommen,
wir müssen uns von unserer Tochter trennen und
feindliche [Truppen] nähern sich“, kreischt seine Frau.

„Das Schlimmste ist schlimmer geworden?!“

Zur Sicherheit zieht sich die Herzogin zu seinen Eltern zurück,
in Begleitung seiner ältesten und zweitältesten Tochter.

Nur seine drittälteste Tochter bleibt guten Herzens bei ihm.

(9)

Pmu10

Der niedergeschlagene Herzog verkriecht sich in einer Ecke.

Der Feind naht, ebenso die Nacht des Vollmonds.

Sein Frust bricht, als der Wasserspeier im Dachboden
durch die Decke stürzt und auf den Parkettboden stampft.

Zur Verwunderung [des Vaters], beginnt er [der böse Geist im Wasserspeier] zu sprechen:
„Wenn du mir deinen Körper leihst, mache ich dich zum stärksten Mann.“[4]

Der Herzog akzeptiert bereitwillig[5].

Seine Tochter versucht ihn daran zu hindern,
aber ihr Vater will nicht zuhören[6].

Pmu10b

In den darauffolgenden Tagen verändert sich
das Verhalten des Herzogs [wegen dem bösen Geist, der in ihm wohnt].

Er verschlingt Unmengen an Essen und
trägt pausenlos die Rüstung seines Vorfahren.

In der Vergangenheit war sie sehr schwer für ihn [zu tragen].

(10)

Pmu11

Der Herzog tritt ganz alleine seinen Gegnern gegenüber.

Pmu11b

Er häuft einen Berg voller Leichen an:
Er wird zu einem unbezwingbaren Soldaten des Todes.

(11)

Pmu12

Nach und nach entwickelt der Herzog das Verlangen
seine drittälteste Tochter zu vertreiben,
denn sie ist Zeugin seiner Veränderung.

„Es wird eine Erleichterung sein dich loszuwerden,
wenn der Mononoke kommt.“[7]

Pmu12b

Wie versprochen kommt der Mononoke in der Nacht des Vollmondes,
um nach dem Mädchen zu schauen.

(12)

Pmu13

„Du wirst eine würdige Strafe erhalten,
als Frau von Mononoke“, zischt der Herzog respektlos.

Pmu13b

Mononoke setzt sich in Bewegung,
aber das junge Mädchen ist noch um ihren Vater besorgt.

Diese Trennung wiegt ihr schwer[8].

(13)

Pmu14

Mononoke nimmt sie auf den Rücken und
sie wird von ihm getragen, weit weg von den Wohnstätten der Menschen.

(14)

Pmu15

Sie kommen zu seinem markierten [Revier] und bereiten das Essen zu.

„Nun gut, heute ist unser Hochzeitstag.
Lass uns unsere Ehe feiern.“

„Ich kann euch so nicht heiraten -
[Wegen] diesem bösen Geist, kennt ihr meinen Vater nicht“,
erwidert das junge Mädchen mit gedämpfter Stimme.

Pmu15b

Angesichts seiner Dickköpfigkeit, wirkt Mononoke beängstigend.

(15)

Pmu16

„Wenn du nicht zustimmst, werde ich dich fressen.“

„So kommen wir nicht auf den Punkt.“

(16)

Pmu17

Er wartet ihre Reaktion ab, aber nichts ist zu hören.

Er versucht ihr zu drohen, er versucht sie zu ermuntern,
aber sie ändert ihre Meinung nicht.

Letztendlich gibt Mononoke auf.

„Nun denn, was erwartest du von mir?“, seufzt er.

(17)

Pmu18

„Hilf mir bitte. Wenn ihr den [bösen] Geist, der in meinem Vater wohnt,
vertreibt, verspreche ich eure Frau zu werden.“

Mononoke akzeptiert ihren Vorschlag.

„Nun gut, so ist das Leben“, seufzt er,
„Aber halte dein Versprechen ein.“

Pmu18b

Der Legende nach, lebt hinter den Bergen eine Riesenschildkröte,
die viele Dinge weiß.

Ihre Reise, um den Herzog von dem bösen Geist zu befreien,
hat begonnen.

(18)

Pmu19

Mononoke nimmt an, dass sie bald aufgeben wird mitzukommen,
aber der Wille des jungen Mädchens bleibt stark.

Pmu19b

Er hat genug davon sie vor dem Wetter zu beschützen,
aber bald entwickelt er sehr tiefe Gefühle für sie.

(19)

Pmu20

Sie passieren die tückischen Schluchten in den verfluchten Bergen …

Pmu21

… und überqueren den Wald, dessen Bäume
bereits lange vor den Königreichen [der Menschen] existiert haben.

Pmu21b

Endlich haben sie sie gefunden.

(21)

Pmu22

Die Riesenschildkröte hört sich die Geschichte des jungen Mädchens an.

Dann sagt sie ihr: „Der Geist, der dem Mann innewohnt,
hat einen zerstörerischen Egoismus.

Ich kann dir etwas geben, was den Geist sofort in
einem Wimpernzucken besiegt,
wenn dein Vater zumindest einen Hauch an Menschlichkeit besitzt.“

Pmu22b

„In der Tiefe dieses Sees liegen verborgene Schätze.
Das wonach du dich sehnst, liegt zwischen dem Gerümpel.“

Sie tauchen, um danach zu suchen.

(22)

Pmu23

Das Gesuchte ist ein alter Bronzespiegel,
der immer glänzt und funkelt[9].

Pmu23b

Nachdem sie an der Oberfläche angekommen sind und aufatmen,
gibt die Schildkröte ihr einen letzten Rat:
„Die Stärke deines Willens ist die entscheidende Kraft …“

(23)

Pmu24

Sie danken der Riesenschildkröte und brechen auf,
um zum Haus des Vaters zu eilen.

Pmu24b

Währenddessen kann der böse Geist spüren
wie der Spiegel sich nähert[10].

(24)

Pmu25

Der Wind schneidet dem jungen Mädchen die Luft zum Atmen ab,
als sie sein altes Haus erblickt …

Pmu25b

Die kleine ländliche Behausung und deren Umgebung
ist zu einer monströsen Festung herangewachsen.

Die Macht des [bösen] Geistes hat enorm zugenommen.

Fortsetzung unter Spoiler 2:Prinzessin Mononoke (Urfassung).

(25)

AnmerkungenBearbeiten

  1. Wörtlich übersetzt heißt es „Der Ort scheint verlassen zu sein, aber es gibt viele Verpflegungen in Sichtweite.“
  2. Wörtlich übersetzt „Der Soldat beginnt genüsslich zu schmatzen, aber die Luft wurde dick.“
  3. Wörtlich übersetzt „Der ganze Berg grollt wie ein Löwe, denn der Ort ist nichts anderes als sein Revier.“
  4. Hier lügt der böse Geist den Vater an. Wie es sich später herausstellt, will der böse Geist den Vater übernehmen.
  5. Der Herzog stimmt dem Pakt mit dem bösen Geist, der im Wasserspeier steckt, zu. Er will die Stärke des bösen Geists, um seine Feinde zu besiegen.
  6. Im Originaltext wurde erwähnt, dass die Tochter den bösen Geist nicht sprechen gehört hat, sondern nur der Vater. Sie bemerkt aber, dass der Vater Selbstgespräche führt. Sie befürchtet, dass etwas Schreckliches kommen wird. So heißt es wörtlich übersetzt „Seine Tochter versucht ihn daran zu hindern, ohne von dem ausgefahrenen listigen Geist zu wissen, aber ihr Vater will nicht zuhören.“ Hier wird angedeutet, dass der böse Geist nichts Gutes bedeutet.
  7. Wörtlich übersetzt heißt es „Es sollte leicht sein mit diesem Geist, wenn der Mononoke kommen wird.“. Hier zeigt sich der Egoismus des bösen Geistes, der den Herzog kontrolliert. Der Herzog will sagen, dass es bequem ist für sein Gewissen, wenn seine Tochter nicht mehr in seiner Nähe ist. Auf Seite 10 wurde bereits erwähnt, dass die Tochter ihrem Vater appelliert guten Gewissens zu sein und daher nicht auf den Pakt zustimmen soll. Er hätte auch seine Tochter töten können, aber der kleine Funken guter Wille des Vaters, überlässt seine Tochter dem Mononoke. Zum anderen hat die Tochter (irgendwie) herausgefunden, dass ein böser Geist im vater wohnt.
  8. Das Mädchen ist des guten Herzens. Sie lehnt sich nicht gegen ihren Vater auf, ihn zu verlassen. Sie verkörpert hier die ideale Tochter der damaligen asiatischen Kultur, die ihre Eltern gehorcht und versucht das gute Herz ihres Vaters zuüruckzugewinnen.
  9. Wörtlich übersetzt heißt es „Das Gesuchte ist ein alter Bronzespiegel, das sogar der ganze Zeit über glänzt und funkelt.
  10. Es ist eine Personifikation, dass der böse Geist Nagst um sein mögliches Ende hat.
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