Takashi Yamada ist der Familienvater aus dem Film Meine Nachbarn die Yamadas von Isao Takahata aus Studio Ghibli.
„Fuchtel nicht mit dem Stäbchen herum. Sondern entscheide dich etwas und nimm es.“
— Er weist seinem Sohn zurecht, um dann im nächsten Augenblick ein Tischenmanier zu brechen[1].
Persönlichkeit[]
Er ist fleißiger als seine Ehefrau Matsuko Yamada und seine Tochter Nonoko Yamada[2]. Als Abteilungsleiter wird er von seinen Kollegen geschätzt[3]. Dementsprechend wird er reich beschenkt; vor allem mit Ingwer und Nudeln. Dies veranlasst seiner Frau dazu, eine Woche ausschließlich mit Nudeln und Ingwer zu kochen.[4]
Autorität[]
Er tritt autoritär auf. So hält er seiner Frau vor, was sie an Haushalt noch zu erledigen hat. Auch drängt er seine Frau in einem Restaurant für ein Gericht zu entscheiden, um dann selbst dasselbe Gericht zu bestellen. Um ihm selbst Peinlichkeiten zu vermeiden, verschweigt er die Wahrheit. Doch seine Frau Matsuko lässt sich nicht alles gefallen. So verführen sie und ihr Mann Kampfkünste, um das Fernsehprogramm umzuschalten.[5]
Auch seinem Sohn Noboru Yamada gegenüber tritt er autoritär auf. So weist er auf Tischmanieren, dass die Misosuppe über den Reis zu gießen hat. Als Beispiel führt er das Mischen des Zements an. Er weist auf ein Tischmanieren hin, aber er bricht selbst ein anderes.[1]
Seine Familie fügt sich nicht immer seine Forderungen. An einem Frühlingabend hat er sein Regenschirm vergessen. Er ruft daheim an, damit jemand ihm eins bringt. Doch jeder weigert sich. Nachdem er sich eins gekauft hat, kommen seine Frau und seine Kinder ihm entgegen. Auch wenn die Familie sich nicht immer einig sind, stehen sie füreinander ein.[6]
Er erwähnt gerne, dass er das Haus gebaut hat[7]. Dabei hat er das Haus nur gebaut, weil seine finanzielle MIttel nicht ausgereicht haben[2].
Familienliebe[]
Trotz Widrigkeiten liebt er seine Familie. Dies wird in seiner improvisierte Rede auf Ichirōs Hochzeit deutlich: „Was immer euer Partner euch antut, wenn es nicht mit Absicht oder aus Gemeinheit geschehen ist, dann müsst ihr ihn verzeihen.“ Matsuko ist niedergeschlagen, weil sie sich selbst darin sieht und weil sie ihm den Einkaufszettel statt die Rede gegeben hat. Großmutter Yamada ist hingegen stolz auf ihren Sohn, wie erwachsen er geworden ist.[3]
Zu seinem Sohn versucht er eine enge Bindung aufzubauen. So schlägt er vor, zusammen Baseball zu spielen, wozu Noboru keine Motivation aufbringt. Zudem hinterfragt Noboru dem Nutzen des Unterfangens. Daraufhin spielt er allein Baseball, indem er den Ball gegen eine Wand wirft und es beim Rückflug auffängt.[8]
Vergesslichkeit und Tapferkeit[]
Gelegentlich ist er vergesslich. So erinnert seine Frau ihm daran, den Regenschirm nicht zu vergessen, was ihm nervt[9]. Einmal hat er sich verschlafen, seine Geschäftsreise anzutreten. Als er seinen Zug nicht mehr einholen konnte, meldet er sich auf der Arbeit krank. Später geht er doch zur Arbeit.[3]
Auch wenn er autoritär auftritt, ist er Fremden gegenüber zurückhaltend. So spricht er mit leiser Stimme die Motorradgang an. Er wünscht sich ein Held zu sein. So malt er sich gedanklich sein Leben als Mondlicht-Helden aus.[9]
Einzelnachweise[]
- ↑ 1,0 1,1 Filmkapitel 6 - Wiederherstellung der elterlichen Autorität.
- ↑ 2,0 2,1 Hōhokekyo tonari no Yamada-kun, Ausgabe 26. Juni 2010.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 Filmkapitel 19 - Abteilungsleiter Yamada.
- ↑ Filmkapitel 10 - Das eiserne Küchenmädchen.
- ↑ Filmkapitel 4 - Ehe auf Yamada-Art.
- ↑ Filmkapitel - Der Jahreszeiten-Kalender.
- ↑ Filmkapitel 1 - Die Familie Yamada.
- ↑ Filmkapitel 5 - Eltern-Kind-Beziehung.
- ↑ 9,0 9,1 Filmkapitel 18 - Kampf für Gerechtigkeit.