Die Toteninsel ist ein Ort in der Welt des Steins im Film Der Junge und der Reiher von Hayao Miyazaki aus Studio Ghibli.
Eingang und Lage[]
Die Insel ist mit einer Steinmauer umzäunt. Das goldene Tor ziert den Eingang mit der Aufschrift „Die, die mich erforschen, sind des Todes“. Die Insel ist aus der Ferne an den hochgewachsene Bäumen zu sehen. Zwischen der Mauer und den Bäumen stehen Megalith-Bauwerke.[1]
Mahito landet in der Nähe der Toteninsel, als er durch den Gartenturm in die Welt des Steins gelangt. Die Pelikane können die Toteninsel nicht betreten, weshalb sie Mahito durch das goldene Tor drängen. Nur Menschen und Warawaras können sie betreten[2]. Um der Insel herum liegt das Meer, welches von Segelbooten der hungrigen Geister befahren wird.[1]
Es ist nicht bekannt, ob das Reich um den Steinturm an der Toteninsel grenzt. Mahito und der Graureiher durchqueren einen Wald, um in das Reich zu gelangen.[3]
Kirikos Hütte[]
Kirikos Hütte ist der einzige Ort der Toteninsel, welches im Film gezeigt wird. Sie liegt über einer Bucht im Form eines Schiffrumpfes. Hier warten die Warawaras und die hungrigen Geister, dass Kiriko den Riesenfisch zerlegt.[2]
Im Garten steigen die Warawaras in den Himmel auf[4]. Hier befindet sich die Toilette und der Brunnen. Für gewöhnlich können Pelikane die Toteninsel nicht betreten, jedoch gelangt der ältere Pelikan schwer verletzt den Garten. Vermutlich liegt der Garten etwas abseits der Toteninsel.[5]
Die Hütte besteht aus einem großen Zimmer. Die Tür ist klein, weshalb Kiriko sich bücken muss, um hinein zu gelangen. Gegenüber dem Eingang steht ein Feuerkessel. Rechts vom Eingang steht das Bett. Das Waschbecken liegt links vom Eingang. In der Mitte der Hütte steht der Esstisch. Da die Hütte kaum Platz bietet, schläft Mahito unter dem Esstisch; umgeben von sechs Glückspüppchen.[4]
Inspiration[]
Goldenes Tor[]
Auf dem goldenen Tor liest Mahito den Text vor: „Die, die mich erforschen, sind des Todes“ (jap. 学我者死). Dieser Spruch (jap. 学我者生,像我者死) stammt ursprünglich vom chinesischen Künstler Qi Baishi und wurde später vom japanischen Schriftsteller Hayashi Fusao in der Geschichtensammlung Yotsu no moji (四の文字) aufgegriffen.
In der Erzählung besichtigt der Protagonist die Stadt Nanjing, welche von Japan besetzt wurde und die als pro-japanische Marionettenregierung dient: Die Nanjing-Regierung. Der Protagonist ist ein japanischer Reisender und er trifft einen älteren, gebildeten Politiker. Dieser bezeichnet sich selbst als Hanjian, da er hunderte Chinesen ermordet hat. Er sieht keine Hoffnung für die Menschheit. Nach der Unterhaltung zeigt der Politiker dem Reisenden die Plage in seinem Haus. Die Plage erwidert: „Wer mein Wissen begehrt, wird den Tod finden“ (学我者死). Der Politiker lacht laut auf, da sein Ende naht. Nach dem Krieg erfährt der Reisende, dass der Politiker sich selbst erhängt hat.[6]
Im Manga Nausicaä aus dem Tal der Winde wird diese nihilistische Sicht als Leere beschrieben.
Toteninsel[]
Als Mahito zuerst die Welt betritt erblickt er eine Insel mit einem goldenen Tor. Diese Insel ähnelt der von Arnold Böcklin aus dem Gemälde Die Toteninsel.
Mehr über diese Welt siehe Analyse:Warawara und Existentialismus.
Einzelnachweise[]
- ↑ 1,0 1,1 Filmkapitel 6 - Hungrige Geister.
- ↑ 2,0 2,1 Filmkapitel 7 - Gefressene Warawaras.
- ↑ Filmkapitel 9 - Wiedersehen mit Himi.
- ↑ 4,0 4,1 Filmkapitel 7 - Gefressene Warawaras.
- ↑ Filmkapitel 8 - Offenbarung eines Pelikans.
- ↑ Hayashi Fusao (1949): Yotsu no Moji. In: Sengo Tanpen Shosetsu Saihakken, Band 9. Kodansha.