Eine Tonfigur.
So sehen Marderhunden eigentlich aus.
Im japanischen Volksglauben können viele verschiedene Wesen sich in Menschen verwandeln. Tiere, die über diese Fähigkeit verfügen, werden als Hengeyōkai bezeichnet. Davon sind Zahlreiche in Film Pom Poko vertreten; darunter die Marderhunde.
Geschichte[]
Nicht alle Marderhunde erreicht alle Stufen der Verwandlung (jap. 化学ばけがく, Kagaku bake gaku). Es hängt vom Talent, Genetik und Fleiß ab. Marderhunde, die in Verwandlung talentiert sind, werden respektiert. Einige von denen werden zu Ältesten.
Die Kunst der Verwandlung war unter den Marderhunden weitverbreitet. In der Meiji-Zeit nutzen die Marderhunde ihre Kunst, um die Menschen zu bestehlen oder Streiche zu spielen. Dadurch zogen sie den Hass der Menschen auf sich, was zu ihrer Bejagung führte. Da die Menschen in der Überzahl sind, sind die Marderhunde gezwungen sich der neuen Situation anzupassen. Die Verwandlung wird nicht mehr vor den Menschen präsentiert.[1]
Die Kunst der Verwandlung gerät in Vergessenheit. Nur in wenigen Regionen in Japan wir die Kunst regelmäßig angewendet, um den Ehrfurcht und Respekt der Menschen zu gewinnen. Dazu gehören Shikokus Ältesten und Danzaburō aus Sado. In Tama wir die hohe Kunst wieder gelehrt, um sich gegen den Baueifer der Menschen zu wehren.[2]
Verwandlung[]
Instinkt[]
Marderhunde können sich unterbewusst verwandeln. Meist zeigen sie sich in ihrer cartoonmäßigen, nackten Form, wo sie auf zwei Beinen gehen. In dieser Form feiern sie.[3] Viele können ihr Fell in Stoff verwandeln. So können sie auch Menschenkleidung tragen, oder sogar eine Rüstung.[4]
Im japanischen Volksglauben können die Marderhunde auch sich selbst in Gegenstände verwandeln oder Gegenstände „herbeizaubern“, indem sie ein Blatt verwenden. Doch Oruku belehrt ihre Lernenden eines Besseren.[2] Marderhunde, die sich nur instiktiv verwandeln können, gelten unter den Marderhuden nicht als Verwandlungskünstler[5].
Kinetische Energie[]
Fortschrittliche Verwandlung benötigt kinetische Energie.[2] Je aufwendiger die Verwandlung ist, umso mehr Energie wird benötigt. Aus diesem Grund haben sich Power Drinks als sofortige Energielieferant durchgesetzt. Als Snack ist ein Salamander auch geeignet. Um die Verwandlung aufrecht halten zu können, ist das Training der Kondition notwendig.
Ebenfalls notwendig ist die Konzentration. Ein Zeichen der Erschöpfung zeigt sich durch Ringe unter den Augen, welches durch das Tragen einer Sonnebrille verdeckt werden kann. Die Konzentration kann auch durch Hunger, Erschrecken und andere Ablenkungen nachlassen.
Kinetische Energie wird durch einen Sprung oder Salto erzeugt. Damit können die Marderhunde sich in Gegenstände verwandeln. Eine höhere Stufe sind Lebewesen (außer Marderhunde natürlich). Aufwendig ist die Verwandlung in einem Menschen. Selbst wenn ein männlicher Marderhund sich in einem Mann verwandeln kann, kann er sich nicht in eine Frau verwandeln. Für die Verwandlung in eine Frau sind weibliche Marderhunde talentierter.
Materielle Nutzung[]
Auch ohne kinetische Energie können Marderhunden Teile ihres Fells verwandeln. Dazu verwenden männliche Marderhunde oft ihr Hoden, welches sie ausdehnen. Daraus können sie in Gegenstände verwandeln, die größer sind als sie selbst. So spannt Shōkichi seinen Hoden über eine Schlucht, und verwandelt diesen in eine Brücke.[6]
Bei Gontas letzten Angriff werden die Hoden ausgebreitet, um als Fallschrim zu dienen. Im Sturzflug werden die Hoden zu riesigen Bällen geformt, um damit Menschen zu überrollen.[7] Yashimono kann soagr seinen Hoden in ein Schiff verwandeln[5].
Illusion[]
Neben der Verwandlung in Gegenstände, Tiere und Menschen, können Marderhunden auch Illusionen erschaffen. So verändern sie das Aussehen ihrer Umgebung, laufen an Wänden oder verwandeln sich in Geister wie z. B. in ein Noppera-Bō. Jedoch ist die Illusion beschränkt: Die Umwandlung der Umgebung wirkt nur lokal.[8][9]
Die hohe Kunst der Illusion behrrschen die Ältesten aus Shikoku: Yashimono kann eine ganze Szene erschaffen, um eine Geschichte zu erzählen, und kann ein Marderhund zwingen, sich zu verwandeln[10]. Die Ältesten können auch Fliegen, weil sie das Element Wind nutzen[11].
Chakra der Elemente[]
Die Ältesten aus Shikoku lehren den Marderhunden in Tama die Elemente für ihre Verwandlung zu nutzen: Feuer, Elektrizität und Wind (zum Fliegen).[10]
Mit kinetische Energie haben sie damit ein großes Spektrum an Energiequellen. Um die überschüssige Energie nicht zu verlieren, können sie die Energie speichern, was eine hohe Konzentration voraussetzt. Mehrere Marderhunde können gemeinsam Illusionen schaffen, die ihren lokalen Wirkungsgrad übersteigt. Dazu müssen sie ihre Energie weiterreichen, woran auch ungeübte Marderhunde beteiligen können.
Das Training findet abends statt, weil dann optimale Bedingungen herrschen: 13° Celsius und 65% Luftfeuchtigkeit; das sind perfekte Zustände für Poltergeister. Zum Training gehört auch, durch ein Feuerring zu springen.
Die Geisterparade ist nicht die einzige großangelegte Aktion der Marderhunde. Darauf folgte ein fliegendes Restaurant in Form einer winkende Katze, welcher von Kinchō geleitet wurde[7].
Prüfung[]
In Tama legt jeder Marderhund eine Prüfung ab, bevor dieser am Kampf gegen die Menschen teilnehmen kann.[6] Oruku und Tsurugame lehren die Marderhunde in Tama die Kunst der Verwandlung. Nach einem Jahr legen die Lernenden die Abschlussprüfung ab. Voraussetzung für die Prüfung ist, dass der Marderhund in einem Menschen verwandeln kann. Ob dieser ein Blatt dafür benötigt, ist unerheblich.
Können sie sich ohne Blatt verwandeln, sollen sie ihre Verwandlungskünste vorführen. So verwandeln sie sich nacheinander in folgende:
- Jizō-Statuen
- Maneki-neko
- Daruma
- Fuchs
- Shachihoko-Fisch
- Drei Affen
- Tanuki-Tonfigur
Die Prüfung besteht darin, unter den Menschen 1.000 Yen zu verdienen. Die Marderhunde sind da sehr kreativ:
- Mehrere Marderhunde tun sich zusammen, um sich bei der Arbeit abzuwechseln.
- Einer bettelt als Mönch an einem Bahnhof um Almosen.
- In der Bar arbeitet eine Marderhündin. Allerdings gibt sie für Getränke mehr Geld aus, als sie in der Bar verdient hat.
- Einer versucht sein Glück in Glücksspielen.
- Einer klaut Spendengelder aus Schreinen und Tempeln.
Am Letzteren versucht sich Ponkichi. Leider kommt er nicht auf 1.000 Yen und verwandelt heimlich Blätter in Geldscheine, was Oruku aber auffällt.
Nach der Prüfung, führt Oruku die Lernenden in die „geheime“ Kunst ein: Sie sollen sich in Kitsune verwandeln, wenn sie ihre Kunst den Menschen vorführen wollen. Dadurch vermeiden sie, den Hass der Menschen auf sich selbst zu ziehen.
Einzelnachweise[]
- ↑ Filmkapitel 1 - Fremdling aus dem anderen Wald.
- ↑ 2,0 2,1 2,2 Filmkapitel 2 - Kunst der Verwandlung.
- ↑ Filmkapitel 4 - Der Jubel.
- ↑ Filmkapitel 1 - Kampf der Marderhunde.
- ↑ 5,0 5,1 Filmkapitel 14 - Reise ohne Wiederkehr.
- ↑ 6,0 6,1 Filmkapitel 3 - Angriff auf die Menschen.
- ↑ 7,0 7,1 Filmkapitel 13 - Gontas Kampf.
- ↑ Filmkapitel 5 - Angst vor Geistern.
- ↑ Filmkapitel 6 - Shoukichi und Okiyo.
- ↑ 10,0 10,1 Filmkapitel 10 - Geister-Parade.
- ↑ Filmkapitel 9 - Die Ältesten kommen.