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Yoriko Sasaki ist ein Nebencharakter des Films Erinnerungen an Marnie von Hiromasa Yonebayashi aus Studio Ghibli.

Familie Bearbeiten

Als Anna Sasaki zwei Jahre alt wurde, wurde sie von Yoriko und ihrem Mann aufgenommen. Seither lebt die Familie gemeinsam in einer Wohnung, die in Sapporo liegt. Yorikos Verwandtschaft ist die Familie Ouiwa, die nördlich von Hokkaido in Kissakibetsu wohnt.

ÜberfürsorgeBearbeiten

Yoriko macht sich viele Sorgen über sich und ihre Mitmenschen. So hat Doktor Yamashita oft ein offenes Ohr für sie. Sie unterhalten sich darüber, dass Anna nach Kissakibetsu fahren kann, um sich dort zu erholen.

Ihre Überfürsorge zeigt sich z. B. daran, dass sie auf die letzte Minute am Bahnhof noch Snacks und Obst für Anna kauft. Durch ihre Überfürsorge distanziert sich Anna auch etwas von ihr, weil sie nicht den Mut zusammen nimmt, Anna diese eine Geheimnis anzuvertrauen.

Anna ist ihr StolzBearbeiten

Nachdem sie Anna adoptiert hat, hat sie sich für fünf Jahre mit Annas Vergangenheit beschäftigt. Da Anna ihr erstes Kind ist, ist sie sehr besorgt darüber, ob sie eine gute Mutter wird. Zu Anna hat sie ein vertrautes und doch distanziertes Verhältnis, weshalb Anna sie „Tantchen“ (jap. おばちゃん, obachan) oder „Jammerlappen“ nennt[1]. Am Ende des Films spricht Anna sie mit Mutter an, als sie sie Hisako vorstellt.

Sie ist stets höflich und schüchtern, was bei Anna ebenfalls zu beobachten ist. Die Schuld an Annas Zurückhaltung sieht sie an ihrem Mann, der oft auf Geschäftsreisen ist, und an sich selbst, da sie nicht Annas leibliche Mutter ist[2]. Sie erkennt nicht, dass das Problem darin besteht, dass sie Anna zu wenig zutraut.

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So verrät sie Anna erst am Filmende wie ihre Großmutter heißt und dass sie vom Staat Waisen-Kindergeld erhält. Sie befürchtet, dass Anna sie nicht mehr liebt, wenn sie die Wahrheit erfährt.

RomanBearbeiten

Im Roman Damals mit Marnie von Joan G. Robinson trägt sie den Namen Nancy Preston, die mit ihrem Mann Stanley den gemeinsamen Sohn Raymond haben. Auch im Roman ist sie ein vorsichtiger verängstigter Mensch.

AnmerkungenBearbeiten

  1. In der japanischen Sprache stellt ein Kosename ein enges Verhältnis dar. Da Anna Yoriko nicht mit Mutter anspricht, sondern mit Tantchen, stellt es auch ein distanziertes Verhältnis dar, weil es zwischen Kind und Mutter sehr ungewöhnlich ist. Dass zwischen ihnen ein distanziertes Verhältnis besteht, würde auch erklären, warum es Anna der Kosename peinlich ist und dass die Mutter sich darüber freut, dass Anna zu ihr Mutter sagt.
  2. In der deutschen Sprache hört man es nicht so heraus, aber in der japanische Sprache klingt sie fast deprimierend durch die Wahl ihrer Wörter.
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